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Waldbrandgefahr auf zweithöchster Alarmstufe

Verfasst von Jürgen Draser am 11.07.2015


Aufgrund der anhaltenden sommerlichen Temperaturen der letzten Wochen, ist der Waldboden so trocken wie schon lange nicht mehr.
Das Umweltministerium hat am Freitag, den 10. Juli 2015, die zweithöchste Alarmstufe ausgelöst.
Bei dieser Alarmstufe herrscht eine sehr hohe Waldbrandgefahr, die unter anderen eine verstärkte Luftbeobachtung und die Möglichkeit zur Sperrung von Grillplätzen und Waldflächen beinhaltet.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) stellt während der Waldbrandsaison von März bis Oktober täglich aktualisierte Waldbrandprognosen für Deutschland bereit. Eingeteilt wird hierbei in 5 Stufen, wobei Stufe 1 eine sehr geringe, Stufe 5 eine sehr hohe Waldbrandgefahr signalisiert. Neben meteorologischen Parametern wie Luftfeuchte, Lufttemperatur, Niederschlagssummen und Windgeschwindigkeit fließt auch die Vegetation in die Berechnung mit ein.

Einsatzabteilung der freiwilligen Feuerwehr Weiterstadt und die Kameraden aus Gräfenhausen trainierten für den Einsatzfall!

Viele Faktoren machen einen Waldbrand zu einer logistischen Herausforderung.
Meist ist das Hydrantennetz nur in bewohnten Gebieten ausgebaut und der geringe Löschwasservorrat in den Löschfahrzeugen bei einem Einsatz nach wenigen Minuten verbraucht.
Zur Löschwassergewinnung wurde der Schlimmergraben, ein kleiner Bach zwischen Weiterstadt und Braunshardt, höhe Braunshardter Tännchen, mittels Sandsäcken angestaut um hier Wasser mit der Pumpe ansaugen zu können.
Unwegsames Gelände erschwert die Erkundung der Einsatzstelle. Das All- Terrain- Vehicle (ATV) fuhr aus diesem Grund voraus, um eine erste Lageerkundung durchzuführen.
Wie groß ist die brennende Fläche?
Sind noch Personen im Gefahrenbereich?
Gibt es offene Gewässer zur Wasserentnahme?
Wichtige Informationen, auf deren Basis der Einsatzleiter in nur wenigen Sekunden über das weitere Vorgehen entscheiden muss.

Ein Waldabschnitt war für die Einsatzkräfte als Brandbereich markiert worden. Mit mehreren Strahlrohren, wurde die Brandbekämpfung durchgeführt und der Wald mit dem kostbaren Nass benetzt.
Eine willkommene Abkühlung für den Waldboden und unsere Kameraden.

Wie kann die Bevölkerung Waldbrände vermeiden:
- Kein offenes Feuer auf Wald und Wiesenflächen
- Absolutes Rauchverbot im Wald beachten
- Werfen sie keine brennenden Gegenstände aus dem Fahrzeug
- Parken sie nur auf gekennzeichneten Flächen, niemals auf Grasflächen
- Kein Glas oder Glasscherben im Wald liegen lassen.


Den aktuellen Waldbrandindex finden sie auf der Seite des Deutschen Wetterdienstes.
http://www.dwd.de/waldbrand
Text und Fotos: Thomas Draser